
Grafik: L. Kainer
Das Modell der 3 Kreise mit den Dimensionen Umwelt – Wirtschaft – Gesellschaft gibt einen kompakten Überblick, was Nachhaltigkeit im Kern ausmacht. Zentral ist das Streben nach Balance zwischen drei Welten, das Finden von Schnittmengen und die Klarheit zu den Grenzen dazwischen – dies ist ein stetiger Entwicklungs-Prozess.
Ausgestattet mit diesem Bild als Grundlage starten wir den Weg ins „weite Land der Nachhaltigkeit“ von dort, wo Sie gerade stehen. Wir gehen mit Ihnen in dem Tempo, der Ziel- und Etappenplanung, die optimal an Struktur, Kultur, Ressourcen, etc. in Ihrem Unternehmen angepasst ist. Denn der Weg zu einem nachhaltigen System muß letztlich von Ihnen, Ihren Mitarbeiter:innen und Stakeholdern gegangen und getragen werden – nur dann wird er wirksam.
Nachhaltigkeit systemisch verstehen
In der Umsetzung arbeiten wir mit der systemischen Perspektive, weil sie Wirksamkeit und Nutzen potenziert. Organisationen sind komplexe Systeme, die ein „Eigenleben“ haben und die mit ihrem Umfeld in ständiger Wechselwirkung stehen. Dieser Zugang erweitert Handlungsmöglichkeiten und Perspektiven auf dem Weg einer nachhaltigen Entwicklung.

Erfolgreiche regenerative Systeme als Modell
Zur Unterstützung und Inspiration „outside the box“ nutzen wir Systeme, die Millionen von Jahren Entwicklungs- und Erprobungszeit hinter sich haben.
Ökosysteme haben mit Hilfe von Sonnenenergie und einigen wenigen chemischen Bauelementen eine unzählbare Anzahl an Lebensformen an Land und im Wasser geschaffen, betreiben sie in Kreisläufen, energetisch effizient und autark. Sie zeichnen sich durch hohe Regenerations- und Innovationsfähigkeit aus. Dies sind nur einige Merkmale, die als Anregung für nachhaltige Transformation dienen können.
Nachhaltigkeit systemisch zu lernen, schafft ein Fundament, das die Komplexität und zentralen Hebel zur Wirkung von Nachhaltigkeit überschaubar macht. An Stelle vieler mühsamer Einzelentscheidungen verstehen Sie wie nachhaltige Systeme funktionieren und können ihr eigenes Tun in einen größeren Zusammenhang einordnen.
Was hat die Pfuhlschnepfe mit Nachhaltigkeit zu tun?
Helga M. Kainer über ihren Beratungszugang

Seit der Gründung von PRO.SUSTAIN beschäftigt mich, wie ich meine Beratung für nachhaltige Entwicklung mit der Leidenschaft für die Biologie in Verbindung bringen kann. Wie kann die Faszination für ökologische Zusammenhänge und spannende Geschichten aus der Biologie zu einem Mehrwert für meine Kund:innen werden?
Ein vielfältiger Erfahrungsschatz in der Unternehmensberatung gepaart mit meiner ökologischen Aus- und Weiterbildung und jahrzehntelanger praktischer Umsetzung von Nachhaltigkeit wurden zum Humus für ein „reifes Produkt“: Mein Thema und Anliegen ist das Verstehen und Vermitteln von Einblicken in die Vielfalt und den Erfindungsreichtum des Lebens auf dieser Erde.
Aus einem steinernen, kalten, lebensfeindlichen Planeten entwickelte sich – beginnend mit Einzellern – aus Sonnenenergie, Wasser und ein paar chemischen Bauelementen eine unzählbare Diversität an Lebensformen und Ökosystemen. Diese Vielfalt an Lebewesen besitzt die Fähigkeit selbst den unwirtlichsten Lebensräumen und lebensfeindlichsten Umweltbedingungen mit angepassten Lebensformen zu trotzen.
Dies führt mir, führt uns vor Augen, wie erfindungsreich und entwicklungsstark die Natur ist – und wir Menschen sind Kinder dieser Natur! Uns wieder stärker als Teil dieser Systeme zu begreifen, diese Millionen Jahre alte Verbindung von der Evolution her zu verstehen und daraus für unsere Zukunft zu lernen, möchte ich weitergeben.
Denn es lässt mich darauf vertrauen, dass wir für die riesige Herausforderung Klimawandel von diesen Systemen lernen können, ja unbedingt müssen. Um unsere Systeme in der gebotenen Zeit an radikal geänderte Umweltbedingungen anzupassen, dafür brauchen wir alles an Ressourcen, Modellen, Innovationen, Kooperationen, was wir nutzen können, denn „allein“ werden wir es nicht schaffen.
Und wie ist das nun mit dem Vogel?
Die Pfuhlschnepfe ist ein Zugvogel, mehr als 11.000 km nonstop von Alaska nach Neuseeland fliegen kann. Wie macht sie das? Sie frisst sich ordentlich Fettreserven an und – um Energie zu sparen – verkleinert sie ihre inneren Organe für den Flug um ca. ein Viertel. So landet sie punktgenau mit der letzten Kalorie dort, wo sie wieder „auftanken“ kann. Das ist hocheffizienter Umgang mit Energie und eine der Erfolgsstrategien der Natur!
Und warum das alles?
Hier die Sicht meiner Tochter mit 10 Jahren, die mir (und so hoffe ich auch Ihnen) die Frage nach dem Sinn nachhaltiger Entwicklung sehr eindringlich beantwortet:

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